Geschichte

Die Gründung des Tambourenvereins Schwyz

Bericht von Hans Trütsch (aus dem Jubiläumsbuch von 1991)

1941 war ein Jubiläumsjahr für die Eidgenossenschaft. 650 Jahre waren vergangen seit der Gründung unseres Staates. Grund genug, trotz zweitem Weltkrieg, der seit 1939 in Europa tobte, diesen Geburtstag der Schweiz feierlich zu begehen. Mit einem grossen Festspiel in Schwyz wollte man diesem historischen Anlasse gedenken. Mit grossem personellem und materiellem Aufwand wurde dieses Freilichttheater auf die Beine gestellt. Neben vielen anderen Problemen fand man in Schwyz nur mit grosser Mühe ausgebildete Tambouren, die eine Söldnergruppe darzustellen hatten. Trotzdem fand man schlussendlich die nachfolgenden vier Trommler, die das Trommelspiel einigermassen beherrschten:

- Xaver Kälin, "Steibodä" der schon viele Jahre an der Fasnacht trommelte.
 
- Josef Holdener 10 er war seit 1931 Militärtambour.
 
- Toni Kälin vor drei Jahren hat er die Rekrutenschule als Militärtambour absolviert und trommelte, zusammen mit dem Steibodä-Xaveri an der Fasnacht den Maschgraden den Narrentanz.
 
- Hans Trütsch erlernte das Trommeln in der Jungwacht.


Die drei Initianten des Tambourenvreins am Festspiel 650 Jahre Eindgenossenschaft in Schwyz:
Hans Trütsch, Toni Kälin, Josef Holdener

Diese Gruppe Tambouren wurde am Festspiel noch durch zwei Pfeifer ergänzt, Karl Henggeler und Josef Dettling. Die vier Tambouren wollten dann das Trommeln weiter fördern und eventuell Interessierte ausbilden. Am Festspiel von 1941 wurde also der Grundstein zur späteren Gründung des Tambourenvereins Schwyz gelegt. Am 10. Januar 1942 war es dann soweit. Im Gasthaus zum "Hirschen" in Schwyz fand die Gründungsversammlung statt.

 


Der junge Verein bei einer Probe im Restaurant" Hirschen

Folgende Mitglieder wurden in den Verein aufgenommen:

- Josef Holdener
- Toni Kälin
- Hans Trütsch
- Josef Bürgi
- Karl Römer
- Franz Betschart
- Werner Bürgi
- Adolf Inderbitzin

Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

- Präsident:

Josef Holdener

- Sektionsleiter:

Toni Kälin

- Kassier und Vizepräsident:

Pepi Bürgi

- Aktuar:

Hans Trütsch

- Material-Verwalter:

Franz Betschart

Das Eintrittsgeld betrug Fr. 2.- und als Vereinsbeitrag bezahlte jedes Mitglied 50 Rappen pro Monat in die Vereinskasse.
Als Übungs- und Vereinslokal bestimmte man das Gasthaus "Hirschen", denn die Wirtin Frau Marie Kappeler-Krummenacher war den Tambouren sehr wohl gesinnt. Aus diesen bescheidenen Anfängen hat sich in den 50 Jahren ein überall anerkannter Tambourenverein entwickelt.

Hans Trütsch, alt Präsident
 


Die Ehrenmitglieder (v.l.)
Werner Tschümperlin / Toni Kälin / Hans Trütsch / Karl Kappeler / Walter Suter / Marlis Elmiger / Franz Beeler / Josef Holdener / Xaver Reichmuth / Adolf Schäuble